28. Mai 2019 - 19:00 Uhr

Diakonie-Gespräch zu Profil und Auftrag der Freiwilligendienste


Die Diakoniestiftung Saar nimmt das Freiwillige Soziale Jahr (FSJ) und den Bundesfreiwilligendienst (BFD) in ihrem aktuellen Diakonie-Gespräch unter die Lupe und lädt ein: am Dienstag, 28. Mai, um 19 Uhr nach Saarbrücken-Malstatt (Zur Malstatt 4).

Der Freiwilligendienst ist eine besondere Form des bürgerschaftlichen Engagements. Er ermöglicht jungen Menschen ihre sozialen und interkulturellen Kompetenzen zu erweitern, sich persönlich weiterzuentwickeln und sich beruflich zu orientieren. Zugleich dient er auch der Sicherstellung vieler sozialer Dienste. Seit Monaten ist immer wieder in der Diskussion, die Dienste zur Pflicht für junge Menschen zu machen.

Die Diakoniestiftung Saar nimmt das Freiwillige Soziale Jahr (FSJ) und den Bundesfreiwilligendienst (BFD) in ihrem aktuellen Diakonie-Gespräch unter die Lupe und lädt ein: am Dienstag, 28. Mai, um 19 Uhr nach Saarbrücken-Malstatt (Zur Malstatt 4). Unter dem Titel „Freiwilligendienst – wertvolle Zeit oder billige Arbeitskraft? Profil und Auftrag der Freiwilligendienste müssen neu geschärft werden.“ führt Marc Weyrich die Gesprächspartner durch die Veranstaltung. Neben einem FSJ-Absolventen, dem Referent für Freiwilligendienste bei der Diakonie Saar, Thomas Spaniol, und einem Vertreter einer Einsatzstelle ist  Prof. Dr. Gisela Jakob von der Hochschule Darmstadt zu Gast.

Was haben junge Menschen vom Freiwilligendienst? Weshalb engagieren sie sich zwölf Monate? Kann ein FSJ Impulse für die Berufswahl setzen? Weshalb kommt die Mehrzahl der Freiwilligen aus gut gestellten Familien? Sollten die Dienste nicht für jeden zugänglich werden? Und in der Diskussion um ein Pflichtjahr für alle: Kann soziales Engagement erzwungen werden?

Professorin Gisela Jakob beschreibt die heutigen Freiwilligendienste als gesellschaftlich relevante Größe, „die auch aus betriebswirtschaftlicher und sozialstaatlicher Sicht von Bedeutung ist“. Seit der Einführung des Bundesfreiwilligendienstes beobachtet sie kritisch  eine Tendenz, „die Freiwilligendienste auf ihren Charakter als Dienstleistung für die Bearbeitung gesellschaftlicher Problemlagen zu fokussieren.“ Zu Beginn der Veranstaltung hält sie ein Impulsreferat zum Thema.

Der Eintritt ist frei. Im Anschluss an die Podiumsdiskussion besteht bei einem Umtrunk die Möglichkeit, mit den Teilnehmenden ins Gespräch zu kommen. Das Diakonie-Gespräch wird von SR2 Kulturradio aufgezeichnet und am 7. Juni im Rahmen der Sendung „Diskurs“ ausgestrahlt.





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