07. September 2022

ACK Saarbrücken feierte Ökumenischen Gottesdienst zum Tag der Schöpfung


Die Arbeitsgemeinschaft Christlicher Kirchen (ACK) Saarbrücken und Umgebung hat mit einem Ökumenischen Gottesdienst im Nachbarschaftsgarten der Diakonie Saar den diesjährigen "Tag der Schöpfung" begangen.

Auf der belebten Einfallstraße nach Saarbrücken zieht die Saarbahn in regelmäßigem Takt durch Malstatt vorbei. Autoschlangen schlängeln sich auf dem Weg in oder aus der Stadt vorbei. Vor den Kneipen sind Menschen in intensive Gespräche vertieft. Lebendiges Treiben an einem angenehmen Sommerabend. Der Gang durch das Tor eines bunt bemalten Bretterzauns zum Nachbarschaftsgarten lässt einen in wenigen Schritten in eine idyllische Oase treten. Hinter abgestellten Fahrrädern tut sich ein kleines Paradies aus dicht bepflanzten, gepflegten Hochbeeten auf. Der Kontrast ist der ideale Ort, um sich zum Ökumenischen Tag der Schöpfung zu treffen.

„Wir wollen nicht in einer Betonkirche für die Schöpfung beten“, heißt es gleich zu Beginn des Gottesdienstes, zu dem die Arbeitsgemeinschaft Christlicher Kirchen (ACK) in Saarbrücken und Umgebung für Freitag, 2. September, eingeladen hatte. Die Bänke im Innenhof des Nachbarschaftsgartens der Diakonie sind voll besetzt.

Seit 2010 organsiert die ACK bundesweit am ersten Freitag im September den ökumenischen Tag der Schöpfung, an dem das Lob des Schöpfers, die eigene Umkehr angesichts der Zerstörung der Schöpfung und konkrete Schritte zu ihrem Schutz im Mittelpunkt stehen sollen. In diesem Jahr stand der Tag unter dem Motto „Die Liebe Gottes versöhnt und eint die leidende Schöpfung“.

Umrahmt von Gebeten, Liedern und Fürbitten hat Pfarrer Thomas Mayer von der Altkatholischen Kirche in Saarbrücken die Predigt übernommen, in der er vor allem mahnt: „Aufgabe von Christen ist, Hoffnung zu geben“. Eine Herausforderung angesichts aller Nachrichten zum Klimawandel, die uns täglich erreichen. Aber, so betont er: „Kirche hat tolle Ideen.“ Ganz im ökumenischen Geist fordert Mayer, „schön wäre, wenn wir Kirchen uns gegenseitig bestätigen und auch scheinbar banale Sachen gemeinsam auf den Weg bringen“.

Das Projekt des Nachbarschaftsgartens der Diakonie in Saarbrücken-Malstatt ist da sicher ein außergewöhnliches Beispiel, aber nicht das einzige. So hat schon vor einigen Jahren die katholische Jugendkirche Eli.ja in Saarbrücken einen Nachbarschaftsgarten angelegt, der sich eines immer größeren Zuspruchs erfreut, wie unschwer im Vorbeigehen zu sehen ist. Und es gibt viele ähnliche Projekte.

Es bleibt aber das große „Seufzen der Schöpfung“. So hieß es auch in den Fürbitten: „Wir verbrauchen und missbrauchen Deine Schöpfungsgaben. Wir nehmen uns und plündern die Lebensgrundlagen kommender Generationen“, und: „Gib uns Einsicht, mach uns bereit zur Umkehr“.

Nach dem Schlusssegen zeigte sich nicht nur die ACK-Vorsitzende Pascale Jung, Pastoralreferentin im ehemaligen Dekanat und neuen Pastoralen Raum Saarbrücken, sichtlich gerührt von der Atmosphäre des Abends, während die Gäste die Abendsonne zu einem kleinen Gang zwischen den Hochbeeten und Pflanzungen im Nachbarschaftsgarten nutzten.

In der ACK sind Christen verschiedene Konfessionen vereint: Neben der evangelischen und katholischen Kirche engagieren sich in Saarbrücken die Neuapostolische Kirche, die Selbständig Evangelisch-Lutherische Kirche (SELK), die Freie Evangelische Gemeinde sowie die Altkatholische Kirche.





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