07. Juli 2020

Impülschen am Dienstag, dem 7. Juli


Jesus schenkt Heilung und Neubeginn.

Herzlich willkommen zu Impülschen heute, am 7. Juli. „Ich sprach, da ich weglief vor Angst: Ich bin verstoßen aus deinen Augen. Doch du hast mein lautes Flehen gehört, als ich zu dir schrie.“ ruft der Beter von Psalm 31, Vers 23. Das Markusevangelium erzählt in 10,46-49: „Am Wege saß ein blinder Bettler, Bartimäus, der Sohn des Timäus. Und als er hörte, dass es Jesus von Nazareth war, fing er an zu schreien und zu sagen: Jesus, du Sohn Davids, erbarme dich meiner! Und viele fuhren ihn an, er sollte schweigen. Und Jesus blieb stehen und sprach: Ruft ihn her!“
Wilfried Härle schreibt in seiner Dogmatik: „Das Evangelium legt den Menschen nicht auf das fest, was er von seiner Lebensgeschichte her ist, sondern spricht ihn auf das hin an, wozu er von Christus bestimmt ist“ (W. Härle Dogmatik, S.505). Vielen ist der Bettler peinlich, der Jesus um „Erbarmen“ anruft. Sie wollen ihn zum Schweigen bringen. Aber gerade darin zeigt sich das Einzigartige an Jesus. Er sieht den Einzelnen und hilft ihm ohne Vorbedingung oder fromme Leistung. Der Glaube, auch wenn er in diesem Fall nicht mehr als ein verzweifeltes „hilf mir“ ist, reicht. Jesus wendet sich ihm zu und schenkt Heilung und Neubeginn.
„Wenn wir erkennen, Herr, wie wertvoll wir in deinen Augen sind und wie umfassend uns deine Zuwendung gilt, können wir nicht länger distanziert bleiben. Vielmehr wollen wir uns dir gegenüber so vorbehaltlos öffnen, wie wir von dir angenommen sind, und uns auf dich so unbedingt einlassen, wie wir von dir geliebt werden. Wir wollen von dir und deinem Geist so bestimmt sein, dass unser ganzes Leben und Verhalten im Zeichen deiner Liebe steht. So bewirkt deine grenzenlose Zuneigung, dass wir uns verändern, und deine voraussetzungslose Liebe bringt uns dahin, dass wir ihr immer mehr entsprechen wollen. Gerade in ihrer Unbedingtheit erweist sie sich also als eine überwältigende Liebe, die uns unweigerlich überwindet. Herr, deine Liebe ist für uns – gerade indem sie voraussetzungslos und bedingungslos gilt – so folgenreich und prägend wie keine andere Erfahrung.“ H.-J. Eckstein

 


Heiko Poersch Evangelische Kirchengemeinde Dudweiler/Herrensohr
Pfarrer Heiko Poersch

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 


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