12. Juli 2022

Saarland-Tag der #kanutourderhoffnung nimmt Zukunft von Pfarrdienst und Kirchengebäuden in den Blick


Im Rahmen seiner #kanutourderhoffnung machte Präses Dr. Thorsten Latzel im Saarland Station. Neben dem Austausch über Zukunftsfragen und Hoffnungen stand Geselligkeit im Vordergrund.

METTLACH. „Hauptsach‘ gudd gess“ – das saarländische Motto kannte Thorsten Latzel schon. Wo er auch im Saarland hinkam, überall wurde er reichlich und freundlich bewirtet. Zum zweiten Mal war der Präses der Evangelischen Kirche im Rheinland auf Sommertour quer durch die Landeskirche unterwegs. Im vergangenen Jahr noch auf dem E-Bike wählten Latzel und Team diesmal ein anderes, ungewöhnlicheres Transportmittel: mit dem Kajak paddelten sie auf den Flüssen zwischen Niers und Saar, stets begleitet von Ortsansässigen.

Nachdem sich der Präses am Vormittag im Saarlouiser Diakoniekaufhaus ernsteren Themen wie Armut, Strukturwandel und Langzeitarbeitslosigkeit gewidmet hatte, stand saarabwärts Geselligkeit im Vordergrund. Die Düsseldorfer Truppe um den leitenden Geistlichen wurde mit einem Saarland-Imbiss empfangen. Anschließend durfte Latzel Taufpate bei einer Schiffstaufe sein – die „SaaRah“, ein Modellschiff, die von Synodalassessorin Juliane Opiolla (Kirchenkreis Saar-West) mit Maggi „getauft“ wurde, wird ihn künftig in Düsseldorf an seine Fahrt auf der Saar erinnern. „Die Saar ist die Lebensader des Saarlandes und eine Rah ist der Quermast eines Schiffes, die für den optimalen Vortrieb sorgt“, erklärte Opiolla die Bedeutung des Schiffnamens. Rah und Mast bildeten übrigens ein Kreuz, das urchristliche Symbol der Hoffnung, das eine segensreiche Schifffahrt verheißt.

Versteht man Hoffnung als zuversichtliche Ausrichtung auf die Zukunft, bot die #kanutourderhoffnung zahlreiche Anknüpfungspunkte. Denn im Saarland herrscht massiver Nachwuchsmangel im Pfarrberuf. Bewerbungen auf frei gewordenen Stellen sind ja, manchmal gibt es auch gar keine. Rochaden innerhalb der saarländischen Kirchenkreise ändern nichts an den unbesetzten Stellen. „Die wenigen Theologiestudierenden, die ihren Abschluss machen, wollen meist lieber im Norden bleiben“, bedauerte Synodalassesorin Opiolla die bedrückende Situation.

Dabei böte das Saarland vielfältige Möglichkeiten. Wille zur Veränderung gibt es jedenfalls. Wie sie etwa kircheneigenes Gelände zukunftsfest machen können, hatte sich auch die Evangelische Kirchengemeinde Mettlach-Perl gefragt. Denn das bisherige Gemeindezentrum war sanierungsbedürftig, der Gemeindesaal unter der Mettlacher Evangelischen Kirche nicht barrierefrei erreichbar. Letztlich brachte ein Architekturwettbewerb neue Impulse – und ein Konzept für ein neues nachhaltig-inklusives Multifunktionsgebäude, das sich fließend in das Gesamtensemble um Kirche und die benachbarte Saar einfügt.
Für Latzel ein zukunftsweisendes Unterfangen. Mit vielen Eindrücken, Geschichten von Ängsten und Hoffnung aus dem südlichsten Zipfel der Landeskirche, konnte er zur finalen Etappe der Präsestour in Richtung Kirchenkreis Trier aufbrechen.

 

Hintergrund:

Mit der #kanutourderhoffnung von Sonntag, 3. Juli, bis Samstag, 9. Juli 2022, hat sich Präses Dr. Thorsten Latzel nach seiner #sommertourderhoffnung per Rad im Juli 2021 zum zweiten Mal auf die Reise quer durch das rheinische Kirchengebiet begeben. Die #kanutourderhoffnung führte in sieben Etappen vom nordrhein-westfälischen Kevelaer bis ins Saarland. Auf einen Morgensegen folgten jeden Tag Gemeinde- und Projektbesuche. Gepaddelt wurde eine Strecke von insgesamt rund 200 Kilometern.

Weitere Infos: https://news.ekir.de/meldungen/2022/06/kanutour-der-hoffnung/





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